Hinrundenerfolge der Vorsaison dürfen sich wiederholen

Fußball-Kreisliga: Nach der Herbstmeisterschaft geht in Linderhausen nicht mehr viel zusammen. Patrick Franke hört auf

MARVIN BORBERG ÄRGERT SICH ÜBER DEN VERLAUF DER RÜCKRUNDE. MISCH

Lukas Brechtefeld

Schwelm „Ich bin froh, dass die Saison vorbei ist“, sagte Marvin Borberg am Ende der vergangenen Saison. Borberg ist Trainer der SpVg Linderhausen in der Kreisliga A2. Uwe Molzahn, der den Trainer unterstützt, sagt, er und seine Mannschaft hätten vor der Saison nie damit gerechnet, dass sie Herbstmeister und oben mitspielen werden würden. Er ist hochzufrieden.

Zwischen den beiden Aussagen liegt eine Diskrepanz, die durch den Verlauf der abgelaufenen Spielzeit verständlich und deutlich wird. Vom dreizehnten bis zum achtzehnten Spieltag belegte die SpVg den ersten Tabellenplatz. In der Hinrunde verlor die Mannschaft aus Linderhausen nur ein einziges Mal und träumte von der Meisterschaft.

In der Rückrunde habe dann oft das nötige Glück gefehlt. Sie hätten Spiele, die sie auf Augenhöhe geführt haben, verloren, erklärt Molzahn im Rückblick. Und es kam ein Einstellungsproblem auf, das oft und offen angesprochen wurde. Molzahn sagt dazu: „Bei einigen Spielen fehlte die Einstellung. Wir dachten, dass das ein Selbstläufer werden würde. Wir haben in der Hinrunde gegen Vogelsang 0:0 gespielt. Das geht gar nicht.“ Die Einstellung habe dagegen gegen Mannschaften, die oben standen, immer gestimmt.

In den letzten Begegnungen sei dann der Zug abgefahren, erklärt Molzahn weiter. Und hier übernimmt der geäußerte Wunsch von Borberg, dass die Saison doch lieber zu Ende sein solle, anstatt dass sie weitergeht. Die letzten Spiele waren für ihn eine Qual und er übte nach fast jedem Spiel Kritik an seiner Mannschaft. Er wirkte oft niedergeschlagen und enttäuscht. Er sagt: „In der Saison war viel mehr drin und es ist enttäuschend, dass wir in der Rückrundentabelle auf dem neunten Platz stehen.“

Im April handelten sich seine Spieler zwei Niederlagen gegen Esborn und Herdecke-Ende ein, im Mai verlor die Spielvereinigung gegen Silschede, Ennepetal II und Berchum III. Die Linderhausener holten in den letzten sechs Spielen nur einen Punkt. Trotzdem ist Molzahn im Rückblick „hochzufrieden“, während Borberg im Kontext des Saisonverlaufes enttäuscht ist, sich aber über den „Punkterekord“ freut. Noch nie hat die SpVg so viele Punkte geholt, meint er.Drei neue Spieler kommen

Zur neuen Saison ist der Kader breiter aufgestellt. Molzahn erzählt, sie hätten einen „sehr großen Kader“. Patrick Franke ist ein Spieler, der den Verein verlässt. Aber er geht nicht zu einem anderen Verein, er hängt seine Fußballschuhe an den Nagel. Molzahn denkt, er hätte den Verein wohl nie gewechselt, weil er Linderhausen verbunden sei. Und: „Er war unser Knipser vorne drin.“ Weitere vier Spieler sind in die zweite Mannschaft gegangen.

Während Franke in der kommenden Saison nicht mehr für Linderhausen spielt, kommen andere neue Spieler an die Rennbahn und werden Teil des Kaders der ersten Mannschaft. Fabian Voshage, Tobias Behle und Lukas Henning spielen künftig für Borberg.

Das Ziel mit dem breiter aufgestellten Kader knüpft an das Erreichte in der abgelaufenen Saison an. Die SpVg. möchte so spielen wie in der Hinrunde und unter die ersten Fünf der Liga kommen. Auch soll die Einstellung besser werden. Borberg schließt: „Das Gefühl oben mitzuspielen war schon cool. Ich würde mir wünschen, dass wir das nächste Saison wieder erleben.“

Quelle: https://www.e-pages.dk/wpennepetal/212/article/932137/21/5/render/?token=348149d5d28bb8e716fd5f8c5bed279e